Mittwoch, 6. November 2013

Wieder einmal Palatschinke

War schon lange nicht in diesem Blog und wollte ihn eigentlich wegen des Verlusts der Mitautorin N. schließen. Ich mache ihn aber weiter, wenn auch sporadisch, weil ich viele Clicks habe und offenbar meine Rezepte sehr geschätzt werden. Später soll ihn T. weiterführen.

 

Heute gab es Palatschinken. Wenn man in Google "CNKT Palatschinken" eingibt, findet man das Rezept, Und es ist wirklich gut. Keine Änderung erforderlich.

 

 

Sonntag, 13. Januar 2013

Amaretti in Thailand

Das Amaretti Rezept hatte ich 2010 sehr genau beschrieben, und auch gefilmt. Durch eine Google Recherche bin ich durch Zufall wieder auf mein Rezept gestoßen. Total simpel und gut.

Also wurden die 250 Gramm Mandeln, die ich aus Doha mitbrachte blanchiert, im Mörser zerstoßen und mit 150 Gramm Staubzucker vermischt. Eiweiß von 3 Eiern. Junior hat das Teilen gelernt, und somit waren es 5 Eier. Etwas Salz zum Eiweß und mittelfest schlagen. Die Hälfte in das Mandel-Zuckergemisch einrühren, die andere Hälfte nur unterheben. Der Ofen ( ein thailändischer Profigasbackofen aus Bangkok) wird auf 160 Grad erhitzt. Ich hab unten Pizzasteine lliegen, und arbeite nur mit den beiden unteren Gaszuführungen. Geht sehr gut.

Das Gemisch für 15 Minuten in den Tiefkühler, Mit einem Esslöffel jeweils einen halben Löffel ausstechen, und auf ein Backpapier ausgelegtes Blech aufbringen.

25 Minuten backen- leichtes Braun.

Staubzucker aufstreuen. Auskühlen lassen war mühsam. Sind etwa 30 Stück und man kann nicht aufhören, sie zu essen,

Montag, 22. Oktober 2012

Kaiserschmarrn Grundrezept

Ich hab ja hier schon ein paar Varianten des Kaiserschmarrns publiziert. Heute schreibe ich über die einfachste Variante, die man üblicherweise nicht publiziert, sondern im Alltag macht. Da er mir heute so gut geschmeckt hat, hier das Rezept:
 

200 Gramm Weizenmehl 480 glatt

3 Eier trennen

1 Prise Zimt

390 Gramm Vollmilch

Rosinen in Rum eingelegt

 

Mehl einwiegen, Dotter dazu, Milch und Zimt dazu.

Ca. 2 Minuten umrühren.

Schnee schlagen, den Teig durch ein Sieb in die Eiweißmasse, und unterheben.

Pfanne vorheizen, Olivenöl ( soviel, das der Boden gut bedeckt ist: ca 2.5 EL), Stufe 7. (bei Elektroherd mit 9 Stufen).

Teig zu 3/4 eingießen.

nach 1 Minute Rosinen einstreuen

warten bis der Teig oben etwas gelblich wird, und eine leichte Haut zeigt, Blasen sind auch ein gutes Zeichen, reduzieren der Hitze auf 7, vorsichtig mit dem Wender nachschauen, ob schon der Boden gelb ist.

Vorsichtig umdrehen ( Spritzt!!!), wieder garen lassen etwa 2-3 Minuten

Auf ein Brett legen, auf 6 zurück, und gleichmäßige Rechtecke schneiden, zurück in die Pfanne, wenden, Staubzucker dazu zum Karamelisieren,

auf dem Teller anrichten, Zwetschkenröster von Darbo dazu und

SOFORT verspeisen, am Besten noch im Stehen, während man die restlichen 1/3 desTeigs verarbeitet.

 

Sonntag, 21. Oktober 2012

Palatschinken Grundrezept 10 Stück

 

Zum Überleben gehören in Wien Palatschinen und Kaiserschmarrn. Heute mach ich sie selbst nach unserem altbewährtem Rezept.

200 Gramm 480 Weizenmehl

2 M Eier

ca. 500 bis 600 Gramm Vollmilch

1 Messerspitze Zimt.

 

Das Mehl einwiegen, die Eier dazu, die Milch dazu. Umrühren. Durch ein Sieb passieren erspart die Wartezeit ( 30 Minuten).

Zurückleeren in das Schnabelgefäß.

Crepepfanne mit Teflonbeschichtung und ganz flachem Rand aufwärmen und die Butter ( es geht auch Olivenöl) direkt aufbringen. Mit der linken Hand das Schnabelfefäß und mit der rechten die Pfanne halten. So viel einleeren, das der Boden hauchdünn bedeckt ist. DAS unterscheidet die Könner von den Stümpern. Die Palas kann Jeder. Hauchdünne nur die Profis. Wenn der Boden sich so nicht bedecken lässt, etwas Milch dazugeben in den Teig. Aber Vorsicht, wenn der Teig zu dünn ist, wird es eine Fetzenpartie. Das Wenden der Palas wird dann zum Abenteuer. Wenn er zu dick ist kann ich gleich in's Palatschinkenland gehen. Dort bekommt man diese dicken festen Palatschinken, die einem im Hals steckenbleiben,

Wenden: der Teig schlägt Blasen und der Rand beginnt sich abzuheben, und braun zu werden. ich verwende den Teflonwender. Geht natürlich auch mit der Pfanne. Mich stört dabei das herumspritzende Fett.

Etwa 10 Sekunde für die andere Seite ( Elektroofen Doppelplatte 7./9).

Am Schluss mit selbstgemachter Marillenmarmelade einstreichen, rollen und zum Wärmen für 1 Minute in die Mikrowelle.

Mit Staubzucker gestreuen.

 

 

Dienstag, 8. Mai 2012

Kaiserschmarrn- neue flaumige Variante

Heute gibt es eine neue Variante für einen besonders flaumigen Kaiserschmarrn. Ich esse in verschiedenen Kaffeehäusern in Wien Kaiserschmarrn. Es ist sehr selten, daß man ihn wirklich flaumig bekommt. Der Zwetschenröster ist meist ein Graus aus der Dose.

Mein Rezept ist einfach besser:

Zutaten:

20 Gramm Bio Rosinen
150 Gramm Milch

1 Messerspitze Zimt

2 TL Vanillezucker

2 Dotter
150 Gramm Mehl ( Typ 480 Weizenmehl glatt).
2 Prisen Salz
2 Eiklar

10 Gramm Butter für die Pfanne

zum Bestäuben 20 Gramm Staubzucker

200 Gramm Darbo Naturrein Zwetschenröster immGlas ( besser als der aus der Dose, am Besten selbst gemacht, aber im Mai sind die Vorräte weg)


Zubereitung:
Rosinen in Wasser einlegen ( ich mag keinen Rum).
Das Mehl, die 2 Dotter, Zimt, Vanillezucker und in die Milch zusammenmischen und 5 Minuten rühren.

20 Minuten stehen lassen, Da lösen sich die kleinen Klumpen auf. Wenn man den Teig schnell benötigt, durch ein Sieb passieren.

Die Eiklar mit einer Prise Salz zu mittelfestem Schnee schlagen,

Den Schnee vorsichtig unterheben.

Eine mittlere Teflon Pfanne mit etwas Butter ausschwenken Stufe7/10 auf 5 reduzieren und den Teig einlaufen lassen. Nicht umrühren. Rosinen rasch dazugeben. Vorsicht anheben bis goldbraune Färbung, Jetzt umdrehen und fertigbacken. Mit dem harten Silikon Wender in Stücke schneiden.

Rasch bauf den Teller und Staubzucker aufstreuen.

Mit dem Zwetschenröster sofort verspeisen.

Zusammenfassung:

Sehr gutes Rezept. Im Gegensatz zum Plachutta weniger Eier und einfacher zu machen. Extrem flaumig.

Montag, 7. Mai 2012

Selbstgemachte Nudeln - Hartweizengrieß

Endlich komme ich wieder einmal dazu, ein neues Rezept in meinem Blog zu schreiben.

Selbstgemachte Nudeln mit De Cecco Hartweizengrieß (Semola di grano duro rimacinata) ist das Beste, was man sich bei Nudeln vorstellen kann. Kein Hartweizenmehl verwenden. Da werden die Nudeln so, wie man sie zu kaufen bekommt. Al Dente und den Richtigen Körper bekommt man nur mit diesem Grieß und meinem Rezept:

 

300 Gramm De Cecco Hartweizengrieß

1 Vollei M

2 EL Olivenöl

1/2 TL Salz


50 Gramm Wasser

etwa 20 Minuten kneten. Fertig, wenn es nicht mehr klebt, und der Teig elastisch weich, und leicht glänzend wird. Man fühlt den richtigen Zeitpunkt, wenn man den Teig richtig behandelt:)

1 Stunde rasten lassen, in einer Metallschüssel mit Tuch zugedeckt bei Raumtemperatur.

Ab in die Nudelmaschine bis Nummer 9 mit Flachnudelaufsatz

 

Wasser kochen in großem Topf, kein Salz, wenn siedet ein bisschen zurückgehen bis es aufhört zu sieden.

Die Nudeln auf ca. 40 cm schneiden und in einem Schuss in das Wasser geben. Nach 10 Sekunden kommen die Nudeln nach oben, einmal mit Kochlöffel umschwenken ( ich weiß nicht wie das Ding heißt. Flacher Metallkochlöffel mit Löchern) und damit sofort herausheben und in eine Metallschüssel geben mit eingesetztem Sieb ( Salatsieb) umheben. Kaltes Wasser einfüllen und mit Hand schwenken und gefühlvoll durch die Finger gleiten lassen und etwaige Verklebungen lösen. Jetzt in eine andere Schüssel umheben und mit etwas Olivenöl benetzen.

 

Man kann die Nudeln jetzt aufhängen trocknen und aufheben. Schad drum. Besser man schmeisst sie jetzt in eine Schüssel und macht Spagetti mit was immer man will.

Sauce:

10 Stück Champignon

100 Gramm Schinken

in einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten bei mittlerer Hitze, etwas Wasser zusetzen und köcheln lassen, Hitze reduzieren und 200 Gamm Sauerrahm zumischen, und 20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, Salz, Petersilie zugeben, fallweise umrühren.

die Sauce in einer Teflonpfanne mit den Nudeln langsam vermischen, dabei die Nudeln auf kleiner Hitze wieder auf Esstemperatur bringen. Am Besten verwendet man jetzt zwei große Holzkochlöffeln.

Mit Parmesan servieren. Nach 10 Minuten ist bei 4 Personen Alles weg. Geld zurück Garantie.

 

 

 

 

Samstag, 27. August 2011

Neues Sachertortenrezept. Neues Glasurrezept

Hallo liebe Fans meines Blogs. Danke, daß Ihr mir so viele Jahre die Treue gehalten habt. Der letzte Eintrag ist schon eine Zeit her, da ich eine "Backkrise" hatte. Jetzt habe ich aber ein " neues" altes Kochbuch gefunden, daß mich begeistert.
"Die gute Wiener Mehlspeise" von Ziegenbein und Eckel aus den 30 er Jahren. Von wann genau kann ich nicht sagen, da bei diesem Buch keine Jahreszahl angegeben ist (!)
Also dieses Buch hat 5 Sachertortenrezepte. Welches davon Das "Echte" ist bleibt verborgen. Ich beginne mit dem ersten Rezept.

120 Gramm Butter
120 Gramm Zucker ( ich nehme 60 Staubzucker und 60 Backzucker)
120 Gramm Mehl ( ich nehme 470 Assman Glatt)
120 Gramm Schokolade ( ich nehme Callebaut 811 NV)
7 Eier (!)
3/4 Kl Backpulver ( schrecklich:))

Die Butter wird mit dem Staubzucker schaumig gerührt. Die Dotter dazugeben Die Schokolade bis 38 Grad schmelzen, dann auf 28 Grad abkühlen und langsam! dem Buttergemisch zugeben. Den Schnee schlagen, wenn massig, den Zucker einrieseln lassen. Das Mehl zur Buttermasse rühren, dann den Schnee einarbeiten.
24 er Kaiser Form ausbuttern
175 Grad 50 Minuten.

Mit Marillenmarmelade behandeln.

Glasur:
250 Gramm Staubzucker ( ich nehme Bio Rohrzucker) in 7 Esslöffeln Wasser auflösen. 120 Gramm Schokolade auf 38 Grad schmelzen lassen und etwas abkühlen. Der Zucker wird aufgekocht. Bei 100 Grad Deckel drauf, damit sich die Wandkristalle durch den Dampf auflösen. Den Schaum abschöpfen. Bei 109 Grad runter vom Feuer. Jetzt die geschmolzene Schoko einrühren, etwas Öl dazu. ich siebe noch ab und rühre fest. Wenn zäher aufgießen und mit der Palette glatt verstreichen. Man könnte noch ein bissl in das Rohr geben. ( erspare ich mir). ich war ein wenig zu langsam, so dass die Glasuroberfläche nicht ganz perfekt ist. Trotzdem, meine bisher beste Glasur. wird sehr schnell hart und seidenmatt glänzend.

Samstag, 20. Februar 2010

Kipferlschmarren mit Äpfeln nach Alt-Wiener Art


Ein einfaches und gutes Rezept ( Quelle: Sacher Mehlspeisenbuch Seite 264)

Zutaten: ( 4 Portionen)
200 Gramm altbackene Kipferln, Brioche, oder Semmeln ( ich nehme Semmeln)
60 ml Schlagobers,
300 ml Milch,
2 Eier, 2 Eidotter ( ich nehme 67 Gramm Dotter, 66 Gramm Eiklar.
20 Gramm Staubzucker,
1 KL Vanillezucker,
abgeriebene Schale einer Zitrone,

Apfelfülle:
3 Äpfel ( am besten Ideared oder Golden Delicious), ich habe nur Granny Smith zu Hause,
2 El Feinkristallzucker,
2 El in Rum eingelegte Rosinen.

Schaummasse:
3 Eiklar (100 Gramm),
120 Gramm Feinkristallzucker,
gehobelte Mandeln zum Bestreuen ( habe ich vergessen),

ca 20 Gramm Butter für die Form und zum Beträufeln ( ich nehme Kakaobutter für den Schmarren)

Garnitur:
200 Gramm Himbeeren gemixt mit 40 Gramm Staubzucker

Backrohr 170 Grad Heißluft.

Zubereitung:
Ich schneide die Semmeln blättrig, Schlagobers Milch, Eier, Staub- und Vanillezucker,Zitronenschale und Salz verrühren und über die Semmeln gießen, locker vermischen und ziehen lassen.

Fülle:
Die Äpfel schälen, entkernen, in Spalten schneiden, Zucker und Rosinen einrühren, mit Folie abdecken ,
Die Form ausbuttern, die Hälfte der Semmelmasse einfüllen, die Äpfelschicht drauf, die andere Semmelmasse drüber. Mit Alufolie abdecken,
15 Minuten backen ( besser sind 20 Minuten) , Folie wegnehmen, mit Butter ( Kakaobutter) beträufeln und weitere 20 Minuten backen ( ich habe 89 Grad erreicht, ev. muss man ein wenig länger garen.)
Schaummasse:
Ich schlage inzwischen den Schnee mit einer Prise Salz, wenn beginnend fest, lasse ich den Zucker einrieseln. Schlagen bis zur 2. Rille. In einen Spritzsack geben mit Sterntülle 15 grosse Tupfer auftragen. Oberhitze ( Grill) und anbacken. Ich versuche auch den Lötbrenner, aber es wird relativ rasch schwarz und das mag ich nicht so sehr.

Garnitur:
Die Himbeeren mixen und den Zucker abschmecken, ich gebe auch noch etwas Zitrone dazu.



Slideshow

Germknödel mit Powidl (Klosterknödel)



Obwohl ich Germknödel eigentlich sehr gerne esse, habe ich sie bisher noch nie selbst gemacht.
Klosterknödel-Böhmische Knödel.Wiener Germknödel- Im Prinzip das Gleiche:
Die böhmischen Knödel ( Kirchenweb): sind eine Germteig mit Dampfl, Der Powidl wird nicht mit Zimt und Rum angerührt, sondern fest eingebracht.
Auf Cuisine.at findet man auch böhmische Knödel, die aber offenbar ( natürlich ohne Quellenangabe) aus dem Großem Sacherbuch von Franz Maier Bruck wortwörtlich übernommen wurden Wenn man sie mit Mohn bestreut heißen sie Klosterknödel. Zu den böhmischen Knödel schreibt Maier Bruck Folgendes:
Böhmische Germknödel werden wie vorstehende Knödel bereitet. Beim Anrichten abwechselnd einen Knödel mit Mohn, und einen mit grobem fettarmem Topfen, mit Staubzucker verrührt, bestreuen.
Wenn man ein wenig die Germteigstory haben will, ist dieser Beitrag aus ORF ganz gut:
Buchtel: Germteig mit Powidl gefüllt gebacken.
Variante: Dukatenbuchtel: feiner Teig, keine Füllung klein, mit Vanillesauce
Dampfnudel: groß, ungefüllt, gebacken und mit Kanarimilch übergossen
Dalken/Liwanzen: viele Varianten: klein, besonders gut in heißer Topfenmilch mit Powidl oder Zwetschekenröster
Germknödel: Germteig gekocht oder gedämpft.
Sie kamen einmal/ Woche auf den kaiserlichen Tisch. Nicht rund, sondern oval auf dem Teller thronend.

Ich entscheide mich für die Variante aus dem Sacher Mehlspeisenbuch:
Zutaten (10 Portionen):
120 ml Milch,
12 Gramm Germ,
250 Gramm Mehl ( ich nehme 700 er Bio glatt, 480 besser ?),
3 El flüssige Butter ( ich nehme Olivenöl),
1 Ei+ 1 Eidotter: Ich nehme 34 Gramm Eidotter und 33 Gramm Eiweiß ( pasteurisiert),
Prise Salz,
1 El Feinkristallzucker ( ich nehme etwas Traubenzucker und 1 El Gerstenmalz),
120 Gramm Powidl,
Streu:
150 Gramm Mohn
30 Gramm Staubzucker
40 Gramm Butter
DAMPFL:
Milch auf 26 Grad erwärmen, die Hefe einbringen und umrühren, Zucker und Malz dazu und etwa 120 Gramm gesiebtes Mehl, jetzt mixe ich mit dem Stabmixer, gebe das Ganze in ein Keramikgefäß und schließe es mit einer Stretchfolie ab. Ab in den Ofen bei brennender Lampe.
Öl, Mehl, Eier, und das Dampfl in der Rührkesssel der Küchenmaschine und mit dem Knethaken etwa 10 Minuten kneten. Wenn sich der Teig vom Rand löst, mit der Hand ein wenig nachkneten und schlagen, bis er wollig seidig wird.
1 Stunde gehen lassen.
Auf der Silikonmatte ausstreichen, etwas rasten lassen und in 40 Gramm schwere Stücke schneiden. Die Stücke zwischen den Handflächen schleifen. Mit dem Silikonroller ausrollen und in der Mitte den Powidl einbringen ( Achtung nicht zu dünne ausrollen!).
Den Rand mit Wasser bestreichen und zu einem Knödel formen. 20 Minuten gehen lassen.
Auf den Lochsieb des Dampfgarers eine kleine Alufolie auflegen und jeweils 3 Knödel einlegen. Den Dampf habe ich auf 100 Grad 20 Minuten eingestellt.
Mit Mohn-Zucker Mischung bestreuen, und mit flüssiger Butter beträufeln.


Sonntag, 7. Februar 2010

Honig Dattel Kuchen




Obwohl ich mit der göttlichen Johanna Mayer so meine Probleme habe, blättere ich doch manchmal durch ihre Kochbücher. Diesmal hat mich das Rezept Honig-Datteln Schnitten angelacht.


Zutaten:


1.Gerührter Mürbteig:

75 Gramm Butter
180 Gramm brauner Zucker
1 Ei, 1 Eigelb ( 35 Gramm Dotter, 33 Gramm Eiklar)
250 Gramm glattes Weizenmehl ( ich nehme 480 Assman) , 1 Msp Weinstein Backpulver



2. Die erste Schicht: Dattel-Walnuss-Orangenpaste

300 Gramm Datteln
150 Gramm Walnüsse gehackt
3 Bio Orangen


3. Die zweite Schicht: Honig-Nuss-Kokos Masse

3 Eier ( 50 Gramm Dotter, 100 Gramm Eiklar)
150 Gramm Honig ( ich nehme nur 120 Gramm)
20 ml Rum
125 Gramm fein gemahlene Walnüsse ( habe ich nicht, nehme geriebene Walnüsse)
150 Gramm Kokosflocken


Zubereitung:

1. Mürbteig:
Die Rührmaschine mit dem Knethaken versehen. Die Butter mit dem Zucker abrühren, Eiweiß dazugeben, den Dotter stufenweise dazu. Das backpulver in das Mehl geben, Das Mehl löffelweise in die Dottermasse eingeben. Ein rechteckige Form ( idealerweise 20x30 auslegen. Ich habe die Kaiser mit 34x24: muss auch gehen. den Teig einstreichen und kalt stellen.

2. Dattelpaste:

Die Hauptarbeit ist das Schneiden der Datteln und das Hacken der Nüsse. Die Orangenschale un den Saft in eine beschichtete Pfanne geben, die feingeschnittenen Datteln und die Nüsse in die Pfanne einrbingen und auf Stufe 6/8 langsam köcheln lassen. gelegentlich umrühren. Nach einigen Minuten entsteht die Paste.


3. Honig-Nuss-Kokosmasse
Die Eier, den Honig, den Rum und den Vanillezucker in der Küchenmaschine bei 4/4 aufschlagen. Ich gebe noch 3 EL heisses Wasser dazu. Es entsteht ein wudnerschöner gelber Eierschaum. Die Nüsse und die Kokosflocken dazugeben.


Masse 2 und 3 auf den Mürbteig aufschichten und bei 170 Grad Heissluft 30 Minuten ( 100 Grad Kerntemperatur) ausbacken. etwas abkühlen lassen.





Zusammenfassung:
Ein interessantes Rezept mit Datteln und Nüssen.

Schnür - Spagatkrapfen n. Prato (misslungen)

Ich habe durch Zufall in einem Markt ein Gerät für Spagatkrapfen gefunden und musste es mitnehmen, obwohl ich keine Ahnung hatte, was das ist.

Eine Recherche im alten Prato lässt mich fündig werden: Es ist ein Schmalzgebäck mit Mürbteig. Das ist einmal etwas Anderes. Üblicherweise macht man das Schmalzgebäck aus Hefeteig ( Faschingskrapfen) oder Brandteig (Strauben). aber aus Mürbgebäck in Schmalz, das ist die Steigerung der Fettzufuhr. Warum sich das gerade in der Steiermark erhalten hat ist mir schleierhaft.

Die Recherche:


Zutaten:

500 Gramm Mehl gl.,
Prise Salz,
250 Gramm Kilo Thea,
60 Gramm Wein,
60 Gramm Obers,
3 Dotter,
70 Gramm Staubzucker,
1 P. Vanillezucker,

Schmalz zum Backen, Zucker, Zimt.

Zubereitung:
Aus den Zutaten einen Teig bereiten und über Nacht kühl rasten lassen. Den Teig dünn auswalken und kleine Rechtecke ausradeln, auf Spagatform geben und im heißen Schmalz ausbacken, noch warm im Zuckerzimt Gemisch drehen



Aus dem Sacherkochbuch:

250 Gramm Butter
2 Eier, 2 Eidotter ( 66 Gramm Eidotter, 66 Gramm Eiklar)
450 Gramm Mehl
2 El Sauerrahm
50 ml Most
1 Prise Salz,
1 Kl Vanillezucker,

Erdnussöl zum Ausbacken.
Backzucker und Zimt zum Wälzen

Zubereitung:
Aus den angegebenen Zutaten einen Mürbteig herstellen, 2 Stunden kühl rasten lassen. Zwischen zwei Backmatten 1.5 mm dünn ausrollen und Rechtecke ausradeln ( 8x5cm). In die Spagatkrapfenzange einspannen und in 160 Grad Öl ausbacken. Auskühlen lassen und im Zucker Zimt Gemisch wälzen.



aus Ichkoche.at
500 Gramm Mehl (glatt)
250 Gramm Butter
5 EL Schlagobers
5 Eidotter
1 kräftiger Schuss Rum
1 Prise Salz

Schmalz (zum Backen)
Zimtzucker (zum Bestreuen)


Zubereitung:
Das gesiebte Mehl auf einer Arbeitsfläche zu einer Mulde formen, Butter hineinbröseln und mit Schlagobers, Eidottern, Rum und einer Prise Salz zügig zu einem glatten Mürbteig verkneten. Teig in eine Klarsichtfolie einschlagen und 1 bis 2 Stunden kühl rasten lassen. Danach möglichst dünn, etwa 3 bis 5 Millimeter, auswalken und in Vierecke von etwa 8 x 10 cm schneiden. Die Teigstücke auf eine Spagatröhre binden oder in eine Spagatform einklemmen. Schmalz in einer tiefen Pfanne erhitzen und die Spagatkrapfen darin goldgelb backen. Aus dem Fett heben, Fett gut abtropfen lassen, Form entfernen und Krapfen vor dem Servieren mit Zimtzucker bestreuen.



Prato Rezept 1:
100 Gramm Butter ( ich nehme die irische Butter, die ist etwas weicher)
210 Gramm Mehl ( ich nehme Bio Mehl 480 griffig- FEHLER ?)
100 Gramm Zucker
100 Gramm geschälte, feingestoßene oder geriebene Mandeln
Limettenschale, eine Msp. Mischung aus Zimt-Gewürznelke+Neugewürz(Piment)
4 Dotter (65 Gramm) und einigeTropfen Limonensaft
ODER 2 El rohes Schlagobers


Prato verweist auch noch auf einen anderen Mürbteig mit Wein, den ich aber nicht probiere.
( das Rezept ist ohne Zucker und verwendet 350 Gramm Butter auf 150 Gramm Mehl. Das ist wohl nicht mehr zeitgemäß).


Zubereitung:
Die Butter mit dem Mehl abbröseln ( ich mache das mit einer Gabel), den Zucker und die Mandeln dazu geben, dann die Gewürzmischung und die Limettenschale. Zum Schluss die 4 Eidotter dazu. Der Teig bleibt zu trocken. Ich hebe dann doch noch die 2 EL Obers dazu. Bleibt bröselig. Ich wirke kurz mit der Hand. Bin mir nicht sicher, ob nicht doch etwas Flüssigkeit gut gewesen wäre. Gebe die Kugel in ein Folie und lasse ein Stunde rasten.

Gebe etwa 5 Liter Frivissa in eine tiefe Wok Pfanne, damit dieses Ungetüm Platz hat. Mit zwei Folien wird der Teig auf etwa 2 mm ausgewalkt. Dann in Rechtecke mit 5x8 cm geschnitten.
Auf die Metallröhen aufgebracht. So weit so gut. Jetzt ist das Öl 160 Grad und ich gebe die Rollen in die Pfanne. Nach 1 Minute hat sich alles aufgelöst und es finden sich ein paar Brösel am Boden. Versuche noch einmal alles Mögliche und gebe nach 1/2 Stunde entnervt auf. Spagatkrapfen muss ich mir zeigen lassen. Das war nichts.
HILFE ERFORDERLICH.


Samstag, 6. Februar 2010

Powidl Buchteln mit Vanillesauce






Zutaten:
210 Gramm Milch
40 Gramm Germ
1 EL Gerstensirup, 1 El Agandicksaft, 1 EL Zucker
500 Gramm Mehl
60 Gramm Butter ( oder Öl)
3 Dotter
1 Ei
Vanillezucker, Salz
Schale einer halben Zitrone

Fülle:
300 Gramm Powidl
1 Gramm Ceylon Zimt
2 El Rum

Vanillesauce: (ohne Ei, ohne Schlagobers)
500 Gramm Milch
80 Gramm Kristallzucker
30 Gramm Vanillecrempulver
2 El Vanillezucker
1 El Rum


Zubereitung:
Das Dampfl: Die Milch auf 25 Grad erwärmen, die Germ hineingeben, und mit einem Löffel zerdrücken, 100 Gramm gesiebstes Mehl dazu und mit dem Stabmixer durchrühren.
In ein Keramikgefäß geben, Mehl aufstreuen, mit Folie zudecken und im Ofen mit brennener Lampe 30 Minuten gehen lassen ( etwa 30 Grad).
Die Butter schmelzen lassen und die Form gut einfetten. Der Rest bleibt für den Teig und zum Bestreichen der Buchteln.
Powidl mit Rum und Zimt abrühren.

Mehl anwärmen, in die Rührschüssel sieben, Dampfl dazugeben, mit Stufe rühren, 1/2 Kafeelöffel Salz dazu, die geschmolzene Butter dazu ( etwa 50 Gramm), langsam die Dotter und das Ei dazu. Jetzt auf Stufe 3 für 5 Minuten kneten, aufhören, wenn sich der Teig von der Wand löst. Mit der Hand noch ein wenig nachkneten ( muss nicht sein, aber ich mache das einfach).
Den Teig ein halbe Stunde gehen lassen, noch einmal kurz durchkneten, und eine Rolle formen. 40 Gramm Stücke auswiegen, ausrollen, etwas Powidl draufgeben und einschlagen. Mit dem Schluss nach unten in die Form geben. Plachutta taucht die Buchteln vorher in Butter. Das erspare ich mir.
30 Minuten gehen lassen.

Den Ofen auf 170 Grad Heißluft erwärmen. Die Buchteln 35 Minuten ausbacken ( Kerntemperatur 98 Grad). Dazwischen zweimal mit Öl bestreichen ( ich nehme einmal Mandelöl und einmal Kakaobutter).
Sofort nach dem Herausnehmen mit Vanillestaubzucker bestreuen.

Vanillesauce:
1/8 Liter Milch mit dem Vanillecremepulver vermischen.
Den Rest der Milch mit dem Zucker und dem Vanillezucker aufkochen.
Das Pulver-Milchgemisch mit dem Schneebesen einrühren und nochmals aufkochen. Den Rum einmengen, vom Herd nehmen und etwa 4 Minuten kaltrühren, bis die Sauce etwas bindet.



Zusammenfassung:
Ein tolles altes Wiener Rezept. Wenn man bei der Butter etwas spart, und die Vanillesauce nicht mit Schlagobers und Eieren macht ist diese Mehlspeise nicht nur sehr lecker sondern auch keine Kalorienbombe. Die Zubereitung ist easy.

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Freitag, 5. Februar 2010

Baby Lara is born. Welcome on earth






Heute geht es einmal nicht um ein neues Rezept, sondern um die Geburt von Lara.


Dienstag, 2. Februar 2010

Kaiserschmarrn - neue Methode

Ich habe mich ja schon mehrfach mit Kaiserschmarrnrezepten beschäftigt. Heute versuche ich eines von Plachutta.




Zutaten:
30 Gramm Rosinen in 1 EL Rum.
1 KL Vanillezucker
1/4 Liter Milch
4 Dotter
120 Gramm Mehl ( Typ 550 Al Natura Bio Mehl glatt).

4 Eiklar
50 Gramm Backzucker
Prise Salz
30 Gramm Butter zum Backen
Staubzucker mit Vanillezucker zum Besträuen

200 Gramm Zwetschenröster

Zubereitung:
Rosinen in Rum einlegen.
Das Mehl sieben und in die Milch klumpenfrei einrühren, Dotter langsam dazugeben.
Die Eiklar mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen, ab der 1 Rille den Zucker und Vanillezucker zugeben, bis zur 2. Rille schlagen.
Jetzt kommt das etwas ANDERE:
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.
Die erste Hälfte des Teigs in eine Teflon Pfanne mit ofenfestem Griff einlaufen lassen. ( Ich nehme trotzdem ein wenig Butterschmalz und leere alles Überschüssige in die 2. Pfanne.
Die 2. Hälfte des Teigs ebenfalls in eine Schüssel leeren. Ich habe keine Entsprechende und nehme eine Teflon Auflaufform.
Die Pfannen im Backrohr anbacken. Nach 4 Minuten wenden, fertigbacken. Dann herausnhemen, mit den Wender in Quadrate schneiden ( ich verwende bei den Teflon Pfannen keine Gabeln und mir gefällt die Symmetrie der Stücke besser, als wenn ich den Schmarrn zerreiße). Etwas Vanille- oder Zimtstaubucker aufstreuen und am Herd noch etwas karamelisieren lassen.
Mit dem Zwetschenröster sofort verspeisen.





Zusammenfassung:
Recht gutes Rezept. Der Teig geht mir zu wenig auf. Vorteilhaft ist, das hier nichts verbrennt und daher weniger Acrylamide gegessen werden. Geschmacklich einwandfrei. Ich werde den Teig nochmals mit 2 Eiern probieren. Müsste auch gehen.

Montag, 1. Februar 2010

Topfenknödel mit Nougatfülle





Heute ein einfaches und besonders leckeres Rezept ( modifiziert nach Plachutta).

Zutaten:

350 Gramm Topfen 20 % ( ich nehme den trockenen Bauerntopfen)
50 Gramm Butter
100 Gramm Biskottenbrösel
50 Gramm Dotter ( ca. 3 Eidotter M)
60 Gramm Eiweiß ( ca 2 Eier M)
30 Gramm Staubzucker ( 2 EL)
Schale einer halben geriebenen Zitrone

Nougat-, oder Schoko-, oder Marzipanstückchen für die Fülle.

Für die Brösel:

etwa 100 Gramm Biskottenbrösel + Öl ( Butter) für das Abrösten
etwa 100 Gramm Mohn
nach Bedarf auch geriebene Mandeln oder Haselnüsse

Zubereitung:

Den Topfen passieren ( ich nehme den Stabmixer), die Butter dazugeben und noch einmal kurz mixen, die anderen Zutaten dazugeben mit dem Rührgerät ca. 10 Minuten abschlagen. Die Masse ist relativ weich ( In Zukufnt etwas vorsichtiger mit dem Eiweiß). Gebe den Teig in eine Stretch Folie und in den Tiefkühler. Nach 30 Minuten besser, aber noch immer relativ weich. Auf die Silikonmatte, glattes Mehl für die Hände und kugeln formen, ein Nougatstück hinenstecken und in das heiße Wasser ( nicht sprudeln!!) einlegen. Wenn die Knödel aufsteigen kann man sie Knödel mit dem Schaumlöffel rausheben, und am Blech etwas abtrocknen lassen. Inzwischen die Brösel kurz abrösten und die Knödel in den Semmelbröse wälzen. Eine zweite Hälfte der Knödel in Mohn wuzeln.



Das war´s. Die Knödel sind ein Gedicht. Wollte eigentlich nur 6 Stück verbrauchen, und die restlichen 8 Stück einfrieren. Waren aber sehr schnell weg,

Sonntag, 31. Januar 2010

Apfelstrudel mit selbstgemachtem hauchdünnem Strudelteig




Wie sie unschwer erkennen könne, habe ich seit August 2008 keinen Apfelstrudel mehr selbst gemacht. Damals hatte ich optisch und geschmacklich ein gutes Ergebnis erzielt. Allerdings hatte ich den Strudelteig nicht ausreichend dünn geschafft. Inzwischen habe ich doch Einiges dazugelernt, so daß ich wieder einmal den Alt Wiener Apfelstrudel probiere. Als Vorlage dient mir Plachutta, Mayer-Wagner und Gruber.


Zutaten:

1. Strudelteig:

250 Gramm glattes Mehl W 700 ( Assman Mühle)
1 Prise Salz
1 Eidotter
ca. 120 ml lauwarmes Wasser
1 El Mandelöl

Pflanzliches Öl für das Rasten und etwas Kakaobutter für das Bestreichen des Teigs.


2. Strudelfülle:

1500 Gramm Apfel ( Granny Smith, Golden Delicious)
100 Gramm Backzucker
Saft von 1-2 Zitronen
80 Gramm Rosinen ( eingeweicht in Rum oder Wasser)
120 Gramm Biskottenbrösel
20 Gramm Butter
1 Kl Zimt
1 El Vanillezucker


Zubereitung des Teigs:
Das Mehl in die Rührschüssel sieben, das Mandelöl und den Dotter zufügen, auf Stufe 2 mit den Knethaken rühren. langsam das Wasser dazugeben. Wenn nicht mehr bröselig, kein Wasser mehr. Nach einigen Minuten ist der Teig seidig, glänzend. Nicht zu viel kneten, da sonst die Glutenbrücken zerbrochen werden ( Gruber). Ein händisches Kneten oder Schlagen ist nicht notwendig. Den Teig zu einer Kugel schleifen, in ein enges Gefäß geben und mit Öl bedecken. 30 Minuten rasten lassen. Ich versuche zuerst mit kleinen Portionen um die Ziehtechnik zu lernen. Den Teig auf die Silikonmatte legen, mit der Hand ausbreiten, einölen, ein transparentes dünnes Schneidbrett oder ene Strectchfolie drübergeben. Dann mit dem Nudelwalker so gut es eben geht auswalken ( rechteckig). Die Deckfolie abziehen, und nochmals mit Öl einstreichen.
Deckfolie wieder drauf und 10 Minuten rasten lassen. Der Teig lässt sich mit beiden Händen nehmen, ist elastisch und kann nun ausgezogen werden. Ich nehme kein Mehl, da ich damit sofort ein Loch produziere. Es genügt mit ein wenig Übung das Ausziehen mit den Händen, die ja das Öl annehmen.

Beim letzten Teigstück gelingt mir das Ganze prächtig. Ich kann erstmals wirklich die Zeitung darunter lesen. Der Teig ist hauchdünn. DAS ERSTE MAL !!!


Die Fülle ist keine Herausforderung. Diesmal schäle ich die Äpfel. Ich nehme wie beim letzten Mal Biskotten und zerkleinere sie. Ich röste die Brösel ein wenig mit Butter ab. In die Brösel mische ich auch das Zimt und den Zucker.
Die Äpfel rühre ich mit 2 El Zucker und 1 El Vanillezucker und den Rosinen sowie 2 Zitronen ab.

Ich gebe auch bei 2 Strudeln ein wenig Sauerrahm auf die Äpfel und streue geriebene Mandeln darüber.

50 Minuten bei 180 Grad Heißluft.
Die Strudeln sofort nach dem Herausnehmen mit Zimtstaubzucker bestreuen.




1. Mehl:
Was ist wichtig: Die Mehlqualität: Ich finde kein sichere Quelle für das Mehl.
Deutschland: Österreich: Weißmehltypen Type 405 = Type W 480, Type 550 = Type W 700

Glatt: Universalmehl.
Griffig: für Nudeln und Spätzle
Doppelgriffig: ist besonders quellfähig. Der Teig wird elastisch und läßt sich gut ausrollen und formen. Es erleichtert das Backen von schwierigen Hefe- und Strudelteigen. Es gibt z.B. Hefegebäck- und Strudelmehl.

Da ich kein doppelgrffiges Mehl zu Hause habe, verwende ich glattes Mehl W 700.

2. Butter:
ich verwende lediglich eine kleine Menge Butter für das Abrösten der Brösel. Sonst verwende ich pflanzliches Öl.

3. Teig in Öl einlegen:
Diesen Tip habe ich in irgendeinem Forum gelesen. Wird angeblich in Schönbrunn bei der Strudelteigvorführung gemacht. Meine Liebste erzählt, daß es auch in Asien so einen Teig gibt, mit dem die Hädnerl herumfahren und so eine Art Palatschinken mit Kondensmilch machen.
Der Teig nimmt fast kein Öl auf. Man kann es ruhig weiterverwenden, da es ohne Verschmutzung bleibt.

4. Ausziehen: Ich finde die Methode mit dem aufgelegtem transparentem Schneidbrett ( oder Folie einen guten Weg. Ich muss nur noch das Ausziehen mehr üben. Mit ist lieber ein kontrolliertes Drücken.

Samstag, 30. Januar 2010

Grießtorte nach meiner Großmutter

Als Geburtstagsgeschenk für Tawan gab es von S. das Familienrezept für die Grießtorte. Ich verrate hiermit dieses Geheimnis:

Zutaten:
200 Gramm Zucker
4 Dotter
½ Zitrone Saft
100 Gramm feinen Grieß
50 Gramm geschälte geriebene Mandeln.
4 Eiklar
Mehl und Butter für die Form
Staubzucker zum Bestäuben

Creme: ( man kann auch mit Marillenmarmelade füllen und mit Staubzucker bestreuen)
14 dkg Butter,
14 dkg Zucker,
3 Dotter,
3 EL Rum (man kann da auch Saft nehmen oder Sherry oder Portwein)



Zubereitung:

Den Zucker mit 4 Dottern und dem Zitronensaft schaumig rühren.
Grieß und Mandeln zugeben.
Schnee von den 4 Eiklar zart unterheben.

Die From mit Butter und Mehl vorbereiten.

Man bäckt die Torte bei mäßiger Hitze. Großmutti hat das Rohr immer heiß werden hat lassen und dann kühler die Torte gebacken. Mit der mäßigen Hitze behält sie mehr Form, mit anfangs heißem Rohr geht sie besser auf.
In der Wiener Küche ist das Rezept bis auf die doppelte Menge Mandeln gleich. Diese schlägt mäßige Hitze vor.

Ausgekühlt schneidet man die Torte in 2 Teile und hält diese mit 1 EL Milch feucht.
Man füllt sie später mit Creme.

Zubereitung Creme:
Die Zutaten gut abtreiben. Die Torte damit füllen. Die Oberfläche wir mit Mandeln bestreut.

Sonntag, 24. Januar 2010

Sachertorte nach Plachutta



Zutaten:
180 Gramm Tunkmasse
180 Gramm Butter ( ich nehme diesmal ausnahmsweise Margarine ohne gehärtete Fette)
80 Gramm Staubzucker
1 El Vanillezucker
8 Dotter
8 Eiweiß
150 Gramm Backzucker
180 Gramm Mehl

Glasur:
300 Gramm Zucker
1/8 Liter Wasser
250 Gramm Tunkmasse
etwas Öl

Zubereitung:
Butter mit Staubzucker + geschmolzener und etwas abgekühlter Schokolade in der Maschine schaumig rühren. Tropfenweise Dotter dazugeben, weiterrühren ( Stufe 3 ca 15 Minuten). Eiweiß aufschlagen, Backzucker einrieseln lassen, weiterschlagen bis zur ersten Rille ( ncht schnittfest !), 1/3 des Eiweiß einrühren, Mehl einsieben, Schnee darüber und alles unterheben. In die am Boden gebutterte und bemehlt Form einbringen, Zum Rand hin ausstreichen.
170 Grad Heißluft 50 Minuten. Kerntemperatur bei mir 98 Grad.

Marmelade:
Ich habe in Kilo Marmelade bekommen. Mache die italienische Methode. 350 Gramm Feinkristallzucker, 40 Gramm Traubenzucker, ca 200 Gramm Wasser.
Bis zum schwachen Faden kochen, die Marillen entkernen und eingeben. auf kleiner Stufe zunächst mit Deckel weich werden lassen und dann weiterköcheln lassen, bis ordentlich eingedickt, etwas Zitrone dazu. Abschmecken. Die Marmelade sollte etwas saurer schmecken. Ich gebe kein Pektin dazu. Am Ende passieren.

Die Glasur:
Ich mache die von Gruber beschriebene Methode. Das heißt Rühren bis die Finger abfallen. Bis 104 Grad Sirup kochen, die Schokolinsen dazu und nochmals kurz bis 104 Grad. Dann rühren bis 40 GRad (1). Dann ein paar Schokolinsen dazu. Bei 35 Grad nochmals ein paar Linsen dazu. Bei 32 Grad auftragen. Es entsteht eher eine Creme. Daher schaut auch das Ergebnis entsprechend aus. Geschmacklich aber sehr gut.

Faschierte Laibchen ( nach Johann Lafer) mit Pommes frites




Wir haben ein neues Kochbuch vom Spitzenkoch Lafer. Er ist ja ebenfalls ein ungekrönter Kaiser, und tritt in diversen Kochshows auf. In persönlicher Bescheidenheit hat er sein Kochbuch nach seiner Selbsteinschätzung genannt: "Der grosse LAFER "Die Kunst der einfachen Küche."

60 Grundrezepte mit Variation, so daß er auf 250 Rezepte kommt. Das zum stolzen Preis von 40 Euro. Das Buch ist auf 480 Seiten aufgeblasen, und erinnert mit weißem Einband und goldener Schrift an die Bibel. Wenn man heineinschaut sieht man viele Bilder und Schritt für Schritt Anweisungen. Damit kann man immerhin davon ausgehen, daß jemand diese Rezept auch wirklich zubereitet hat. Bei der Beschreibung der Zutaten hapert es dann wieder etwas. Na ja man kann sich ja dann im Lafer-Shop eindecken.

Obwohl er ein Österericher ist, hat er auf seiner Rezeptwebsite nur mehr 12 Rezept aus Österreich und verwendet sogar dort den Quark statt dem Topfen. Das zur Selbstverleugnung um Deutschland bekanntester Koch zu werden.


Logisch, daß er dann auch die Frikadelle und nicht die Faschierten Laibchen macht. Also mache ich heute Frikadellen nach Johann Lafer ( Seite 110).



Zutaten:
  • 1 altbackenes Brötchen ( ich nehme in Östereich 1 Semmel)
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 100 Gramm durchwachsener Speck ( ich nehme Tiroler Bauchspeck).
  • 3 Schalotten, 2 Knoblauchzehen
  • 25 Gramm Butter ( unnötig, besser etwas Olivenöl)
  • 500 Gramm gemischtes Hackfleisch ( ich nehme Gulaschfleich vom Rind hacke es selbst)
  • 1 Ei
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • Salz und Pfeffer (welcher??) ( auf der Website findet man diese Details: Kalahari Salz und Tellycherry Pfeffer )
  • 30 Gramm Butterschmalz, 2 Thymian und 2 Rosmarin Zweige
Interessant: auf der Website habe ich dieses Rezept exakt gleich wie im Buch gefunden. Allerdings ist im Buch das einzig Exklusive dieses Rezepts ( nämlich das Wüsten Salz und der indische Pfeffer) nicht angeben. Also wofür das Buch .-). Oder wollte der Verlag bei solchen offensichtlichen Pflanzereien nicht mitspielen? Da ist der Verlag von Frau Mayer nicht so empfindlich.
Zubereitung:
1. Die Semmel entrinden, in Würfel schneiden, mit lauwarmer Milch übergießen.
2. Knoblauch, Zwiebel und Bauchspeck klein schneiden und in der Pfanne andünsten. Ich nehme etwas Olivenöl, und KEINE Butter. Etwas abkühlen lassem
3. Das Faschierte, die eingeweichten Semmelwürfel, die Zwiebel-Knoblauch-Speckmischung zusammenmischen. Salz und Pfeffer nach Gefühl,
4. Laberln formen.
5 Das Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen, und die Laibchen bei mittlerer Hitze von beiden Seiten anbraten. Die Kräuterzweige zufügen. Dann die Hitze reduzieren und bei milder Hitze 5-8 Minuten weiterbraten.
Dazu machen wir heute ausnahmsweise Pommes frites: ( dafür brauche selbst ich kein Kochbuch):

  • 2 große Ofenkartoffeln schälen und in Längsrichtung in 1 cm dicke Scheiben schneiden, Diese dann weiter der Länge nach schneiden.
  • Das Frittieröl auf 150 Grad erhitzen und die Pommes einbringen. Vorsicht vor Verbrennung. Die Kartoffel vorher mit Küchenkrepp abtupfen, damit kein Wasser an der Oberfläche ist ( spritzt sonst stärker).
  • Nach 5- 10 Minuten fertig, auf Krepp legen.


Freitag, 22. Januar 2010

Mohr im Hemd nach Plachutta



Heute versuche ich ein Rezept, das ich noch nie gemacht habe. Die Vorlage ist aus dem Buch von Plachutta:" Meine Wiener Küche". Seite 158. Obwohl dieser Koch das Tafelspitzimperium in Wien aufgebaut hat, sind seine Nachspeisen von bester Alt-Wiener Qualität. Und er hat mit diesem teurem Kochbuch ( fast 30 Euro) im Gegensatz zu vielen Modeköchen, ein wunderschönes Werk verfasst. Jede Zeile ist gelebtes Können und die Rezepte gelingen. So auch der Mohr im Hemd. Wenn man den einmal selbst gemacht hat, kauft man keinen mehr von den Tiefkühlauswüchsen.
Wenn man in Wikipedia die Diskussion um das Wort Mohr und die gescheite Literatur zu dem Thema liest, kann man sich nur wundern. Auch das dort abgebildete Foto ist ein Graus. Also mache ich es besser. Modifiziere auch gleich das Rezept nach meinen Vorstellungen.

Zutaten:
50 Gramm Kuverture ( Zotter Basic 70)
50 Gramm Butter ( ich nehme ausnahmsweise eine lactosefreie Margarine ohne gehärtete Fette aus dem Reformhaus)
50 Gramm Dotter ( 3)
40 Gramm geriebene Walnüsse oder Mandeln ( ich nehme 50 Gramm geriebene Mandeln)
25 Gramm Semmelbrösel( ich nehme italienische Biscotti)
100 Gramm Eiklar ( 3).
50 Gramm Zucker
1 El Vanillezucker

Schokocreme: ( unten steht die Hälfte des angegebenen Rezepts und das ist VÖLLIG ausreichend) .
125 Gramm Schlagobers,
100 Gramm Kuverture,
50 Gramm Milchschokolade.

Zubereitung:
Dariolformen mit weicher Butter ausstreichen ( ich nehme Mandelöl), mit Backzucker sorgfältig ausstreuen. In den Kühlschrank stellen.
Margarine handwarm abtreiben (da ich nur kalte Margarine habe, bearbeite ich sie im Mörser bis sie schön weich und geschmeidig ist).
Die Schokolade im Wasserbad schmelzen ( ich gebe noch 2 El Milch dazu und kühle etwas ab)
Zur Margarine zugeben und schaumig rühren.
Die Dotter tropfenweise dazugeben.
Brösel und Nüsse mischen und dazumixen.
Den Eischnee mittelfest schlagen, Zucker und Vanillezucker dazu, und bis zum Glänzen weiterschlagen. Vorsichtig unterheben.
Wasserbad mit Deckel herrichten und mit 90 Grad Wasser füllen. Die Masse mit einem Spritzsack ohne Tülle ( Einmalsäcke) in die Dariolformen bis knapp unter dem Rand spritzen. Ich habe 4 Dariolformen vorbereitet. Kann nur 3 1/2 Formen füllen. Im Rezept sind 6 Portionen angegeben. Da die Schokomasse in angegeben Rezept zu hoch ist, nehme ich an, daß sich der gute Plachutta bei der Menge für die Masse verrechnet hat.
Bei 170 Grad HL 35 Minuten dämpfen ( mit geschlossenem Deckel, untere Schiene).

Sauce:
Das Schlagober bis 95 Grad kochen, Schokolinsen unter ständigem Rühren im Obers schmelzen, noch einmal bis 97 Grad kurz aufkochen. Fertig.

Die Dariolformen stürzen und mit der Schokosauce überziehen.
Es ist mein bester Mohr im Hemd, den ich jemals in meinem Leben gegessen habe.